VANITYFAIR.DE: Wie sind Sie zur Fotografie gekommen?
Solve Sunsbo: Nachdem ich als Teenager hauptsächlich Aufnahmen beim Skifahren und auf Konzerten gemacht habe, beschloss ich zum Studieren nach London zu gehen. Das war Anfang der 90er. In dieser Zeit hat die Modefotografie Grenzen gepusht. Meiner Meinung nach war es ein sehr interessanter Zeitpunkt, weil die Digitalfotografie gerade erst aufkam. Eine vergleichbare Phase der Veränderung gab es 20 oder 30 Jahre lang nicht. Seit den 60ern hatte sich nicht wirklich viel getan. Mitte der Neunziger assistierte ich vier Jahre dem Modefotografen Nick Knight, bis ich 1998 selbst anfing, Bilder zu machen.
VANITYFAIR.DE: Erinnern Sie sich an Ihre erste Kamera?
Solve Sunsbo: Ehrlich gesagt, ich erinnere mich nicht mehr daran. Ich weiß nicht einmal mehr, wie alt ich war, als ich meine erste Kamera bekam. Das liegt daran, dass ich nicht mit zehn Jahren schon Bilder gemacht habe. Ich muss so 15 Jahre, 16 Jahre alt gewesen sein. Damals habe ich nicht wirklich aktiv fotografiert, sondern eher willkürlich Fotos geschossen wie es wohl jeder Teenager tut.